Open Access in Fachzeitschriften

Das Publizieren in Open Access-Fachzeitschriften ist oft mit Kosten für die Autoren verbunden, die sogenannte Article Processing Charges oder Publikationsgebühren bezahlen müssen. Hinweise über Möglichkeiten, diese Kosten bei einigen Verlagen zu mindern, finden Sie im Folgenden.

Das Directory of Open Access Journals (www.doaj.org) listet gut 9.500 geprüfte Open Access-Zeitschriften auf und ist ein verlässlicher Service, um eine geeignete zu finden.

Beachten Sie bitte auch die Seite zum Open Access-Publikationsfonds.

"Frontiers in" Journals

Die 54 Open Access-Zeitschriften von "Frontiers in" decken rund 400 verschiedene Wissensbereiche ab. Alle Artikel sind sogenannte "goldenes" Open Access und stehen unter der CC-BY Creative Commons-Lizenz zur Verfügung. Für ihre verlegerische Tätigkeit hat Frontiers 2014 den ALPSP Gold Award for Innovation in Publishing verliehen bekommen. Es bestehen Vereinbarungen mit zahlreichen Universitäten und Frontiers arbeitet u. a. mit Nature Publishing Group, Scientific American, Digital Science, OpenAire, CrossRef, OASPA, COPE und Jacobs Foundation zusammen.

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ist ein institutionelles Mitglied und hat ein Central Invoicing Arrangement, sodass Rechnungen über Publikationsgebühren für Artikel von berechtigten Autorinnen und Autoren zentral an das BIS gerichtet werden. Ab dem 1. Januar 2016 werden Publikationsgebühren/APCs (wo möglich) aus dem Open Access-Publikationsfonds der Universität bezahlt.

BioMed/Chemistry Central und SpringerOpen

BioMed Central gibt ca. 200 Open Access-Zeitschriften heraus, hierzu gehören auch Chemistry Central- sowie SpringerOpen-Zeitschriften. Veröffentlichungen in diesen Zeitschriften werden über Publikationsgebühren (Article Processing Charges, APC) finanziert. Diese sind von den AutorInnen zu zahlen und liegen zurzeit zwischen 785 Euro und 2045 Euro.

Oldenburger WissenschaftlerInnen können einen Rabatt von 20 Prozent auf die anfallenden Publikationsgebühren erhalten, sofern sie Corresponding Author oder Submitting Author der Publikation sind.

Bitte fragen Sie vor der Einreichung eines Artikels nach dem Submission Code (Kontaktdaten s. o.), damit Sie bei der Einreichung eines Artikels als Mitglied der Carl von Ossietzky Universität identifiziert werden. Die Begleichung der Publikationsgebühren erfolgt dann über das BIS.

MDPI

MDPI (Multidisciplinary Digital Publishing Institute, www.mdpi.com) wurde 1996 in Basel als Institut von Wissenschaftlern gegründet, um seltene chemische Proben zu sammeln, zu erhalten und für Forschungszwecke zu weiterzugeben. 2010 wurde die MDPI AG als Verlag in Basel registriert, während sich das originäre Institut neu formierte und seine ursprüngliche Aufgabe fortführt.
Die über 150 MDPI Zeitschriften erhielten 2015 40000 Artikeleinreichungen, von denen ca. 52 % abgelehnt wurden. Die anderen haben den Peer-Review und das folgende Editing erfolgreich durchlaufen und wurden als Open Access Artikel publiziert. Für die Begutachtung stehen MDPI rund 9900 aktive Gutachter zur Verfügung. Die Autoren behalten das Nutzungsrecht an ihren Beiträgen, die alle unter eine Creative Commons Lizenz veröffentlicht werden (CC-BY).
Das Bibliotheks- und Informationssystem (BIS) ist ein sogenanntes institutionelle Mitglied von MDPI, wodurch Autorinnen und Autoren, die Angehörige der Carl von Ossietzky Universität sind einen zehnprozentigen Rabatt auf die Publikationsgebühren bekommen. Darüber hinaus erfolgt die Rechnungsabwicklung zentral über das BIS.

PLOS Public Library of Science

PLOS (Public Library of Science, www.plos.org) ist ein Non-Profit Verlag, der sich u. a. die Förderung des Fortschritts vor allem der Naturwissenschaften und der Medizin auf die Fahne geschrieben hat. PLOS veröffentlicht mehrere Open Access-Zeitschriften (PLOS Biology, PLOS Genetics, PLOS Medicine u. a.). PLOS ONE (www.plosone.org) als multidisziplinäres Journal akzeptiert Beiträge aus allen Bereichen innerhalb der Naturwissenschaften und der Medizin.

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat mit PLOS ein Central Billling Arrangement, sodass Rechnungen über Publikationsgebühren für Artikel von berechtigten Autorinnen und Autoren zentral an das BIS gerichtet werden. Ab dem 1. Januar 2016 werden Publikationsgebühren/APCs (wo möglich) aus dem Open Access-Publikationsfonds der Unviersität bezahlt. Aufgrund der Höhe der Publikationsgebühren gilt dies zzt. allerdings nur für Artikel in der Zeitschrift PLOS ONE.

Royal Society of Chemistry

Die Royal Society of Chemistry (RSC) bietet die Möglichkeit, einzelne Artikel in subskriptionspflichtigen Fachzeitschriften Open Access zu publizieren. Hierfür erhebt die RSC von den Autoren Publikationsgebühren (Article Processing Charges, APC).

Durch die Teilnahme der Universität Oldenburg in der RSC Gold Allianz und durch den bestehenden Subskriptionsvertrag erhält das BIS jährlich eine Anzahl sog. Gold for Gold Open Access-Gutscheine, die AutorInnen zur Begleichung der Publikationsgebühren verwenden können, sofern sie Corresponding Author oder Submitting Author der Publikation sind. Mit einem formlosen Schreiben und der Bestätigung der Publikation durch RSC beantragen AutorInnen diese Gold for Gold Gutscheine im BIS und können sie anschließend über ein RSC-Webformular einlösen.

Portal "German Medical Science"

Bei German Medical Science besteht nicht die Möglichkeit, die Publikationskosten zu verringern. Dennoch soll es hier als ein wichtiges Portal für medizinische Open Access-Publikationen erwähnt werden.

German Medical Science (GMS), das interdisziplinäre Portal der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), bietet qualitätsgeprüfte medizinische Fachartikel. Alle im Portal GMS publizierten Beiträge sind Open Access.
GMS erhebt Publikationsgebühren, die im Allgemeinen von den herausgebenden Fachgesellschaften getragen werden (Preislisten auf Anfrage: info(at)egms.de).

 

Kontakt

Kim Braun
Raum B 221
Tel.: 0441 798-4025
kim.braun(at)uni-oldenburg.de